Klavierabend mit Joanna Marcinkowska

Am Samstag, 6. November 2010 nahmen viele Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden e.V. den Weg ins Kennedy-Haus in Darmstadt auf sich. Die Anfahrt hatte sich gelohnt, denn der Klavierabend mit der polnischen Pianistin Joanna Marcinkowksa war wirklich erlebenswert und fand in gemütlicher Atmosphäre statt. Iwona Derecka-Weber hatte sich im Hintergrund liebevoll um Karten, Sitzplätze und alle weiteren Eventualitäten gekümmert, und die DPGler konnten sich über eine persönliche Begrüßung des Vorsitzenden der Chopin-Gesellschaft Maciej Łukasczczyk freuen. Die Künstlerin, die bereits aus mehr als zwanzig nationalen und internationalen Wettbewerben als Siegerin hervorgegangen war (u.a. beim Internationalen Artur-Rubinstein-Wettbewerb in Bydgoszcz und dem gesamtpolnischen Kammermusikwettbewerben in Breslau) darf als künftiger Stern am Pianistenhimmel gelten. Mit Auszeichnung hat sie das Studium an der Paderewski-Musikakademie in Posen in der Klavierklasse von Prof. Waldemar Andrzejewski absolviert, der sie zu seiner Assistentin machte. 2006 promovierte sie zum Doktor der Kunst. Marcinkowska wurde durch zahlreiche Klavierabende in ganz Europa, den USA und China bekannt und wirkte als Solistin in verschiedenen Sinfonieorchestern mit, u. a. bei den Internationalen Chopin-Festivals in Duszniki, in Wien und im Salzburger Mozarteum, in Hannover war sie zudem bei „Preisträger am Klavier“ zu hören. Außerdem machte sie bereits bei zahlreichen polnischen Festivals, beispielsweise in Slupsk, in Lódź und Szeczin von sich reden. Zahlreiche Aufnahmen für das Fernsehen, den Rundfunk und CD-Aufnehmen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Und auch bei der Chopin-Gesellschaft in Darmstadt ist die Künstlerin nicht unbekannt: Im Jahr 2002 gewann sie hier den VII. Europäischen Chopin-Wettbewerb.

Das Fryderyk Chopin Konzert in Darmstadt bildete den Abschluss einer lockeren Konzertreihe, die die Chopin-Gesellschaft anlässlich des 200. Geburtstags des wohl berühmtesten polnischen Komponisten gewidmet hatte. Zu hören waren mehrere Polonaisen, Walzer, Mazurken und Nocturnen des „Dichters am Klavier“, die Marcinkowska mal gefühlvoll, mal energisch interpretierte. Ganz im Stile des romantischen Genies Fryderyk Chopin. Weitere Hinweise unter www.chopin-gesellschaft.de

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