Zeitzeugengespräch mit Henriette Kretz

Im Vorfeld des Gesprächs mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz mussten wir uns Kritik anhören. Auf Facebook schrieb uns jemand, „es muss irgendwann Schluss sein!! “ und „ich kann das nicht mehr hören!!!“. Wir sollten doch lieber Themen bearbeiten, die den Verein für jüngere Leute attraktiv machen würden.

Selbstverständlich widersprachen wir, gingen jedoch gleichwohl mit einem mulmigen Gefühl in den Abend – und wurden ganz unerwartet positiv überrascht: Denn der Andrang war überwältigend. Nachdem sich der ursprüngliche Hörsaal mit 80 Plätzen als zu klein erwiesen hatte, wich die Organisatorin Katarzyna Kostrzewska-Adam in einen Saal mit 180 Sitzplätzen aus. Und weil auch die nicht ausreichten, standen die Zuhörer geduldig zwei Stunden bis hinaus auf den Gang (s. Bild). Es waren ganz überwiegend junge Menschen, für die dieses Thema eben gerade attraktiv war.

Schlange

Schlange vor dem Hörsaal P10 des Philosophicums

In sehr bewegenden Worten sprach Frau Kretz über jüdisches Leben im Osten Polens und ihr dramatisches Schicksal während des Krieges. Ihre humanitäre Haltung und ihr Enthusiasmus, mit der sie die Zuhörer einbezog, haben uns tief beeindruckt. Es wird hoffentlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.

Bilder von der Veranstaltung und eine kurze Rückschau gibt es auf der Facebook-Seite des Mainzer Polonicums.

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