Neujahrsempfang der Deutsch-Polnischen Gesellschaft am 18. Januar 2013 mit einem Dia-Vortrag über eine Reise durch Südostpolen von Prof. H. Wall

Für den diesjährigen Neujahrsempfang in den Räumen der Galerie Pokusa gelang es, den Architekten Prof. H. Wall aus Mainz-Weisenau zu gewinnen. Er war mit seiner Frau privat „kreuz und quer“ durch Regionen Polens gefahren, die abseits des üblichen Tourismus lagen, um mit den Augen eines Architekten und erfahrenen Kulturreisenden Land und Leute kennen zu lernen. Mit zahlreichen Dias nahm er die etwa 35 Zuhörer auf seine Reise mit, wobei er zu fast allen Bildern kurze, aber sehr informative Erläuterungen über Geschichte und Architektur sowie Sitten und Gebräuche gab. Besonders beeindruckte, mit wie viel Liebe gerade in den touristisch kaum erschlossenen ostpolnischen Gebieten historische Gebäude gepflegt wurden und wieder im alten Glanz erstrahlen – Zeichen eines anderen Geschichtsverständnisses als in vielen Regionen Deutschland und Ausdruck einer besonderen Identitätsfindung. Mit lebhaftem Beifall wurde dem Referenten gedankt; sein Angebot zu einer Anschlussdiskussion fiel dann aber einer weiteren Attraktion des Neujahrsempfangs zum Opfer: Frau Ania Horyd, Mutter des 1. Vorsitzenden, hatte nach polnischem Originalrezept Piroggen und Mandarinen-Käsekuchen gebacken, deren Duft schon durch die Räume zog. Der Referent und seine Frau blieben aber noch lange bei uns, wobei sich noch viele Gespräche mit ihm ergaben.

Den Berichterstatter erreichten nachträglich zwei Briefe, aus denen abschließend zitiert werden soll: „Die fachkundige Art, auf welche Professor Wall uns die Schätze dieser Region vorgestellt hat, mußte jeden begeistern. Als ich noch in Polen lebte, führte ich deutsche Gruppen auf den Spuren der Holzarchitektur in Kleinpolen und staunte jedes Mal, wie gut sie vorbereitet kamen“, ferner: „Das war ein wirklich schöner Neujahrsempfang. Er hat großen Spaß gemacht und es ist, glaube ich, auch für den Zusammenhalt der dpg ganz wichtig, sich ab und an einfach mal so zu treffen und der Diavortrag war sehr interessant“.

H.-V. Ulmer

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