„Nebeneinander deutscher Vergangenheit und polnischer Gegenwart“

Im Ministerium für Wissenschaft und Kunst stellte Dr. Oliver Loew sein neues Buch über Danzig vor / Lesung im Rahmen der Europawoche

Im Rahmen der Europawoche (5. bis 16. Mai) fand am Mittwoch, 11. Mai, um 19.30 Uhr im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Rheinstraße 23 – 25, eine Autorenlesung mit Dr. Oliver Loew statt. Veranstalter war die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Mainz-Wiesbaden e.V. Loew ist Historiker, Slawist und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am renommierten Deutschen-Polen-Institut Darmstadt tätig. Er kann als Experte für das „Venedig des Nordens“ gelten: Fünf Jahre lang hat er in der Stadt gelebt.

Dr. Oliver Loew (DPI Darmstadt) ist ein eloquenter Kenner Danzigs

In mehreren Büchern hat er sich Danzig, das symbolisch für die Solidarność, die Hanse und das deutsch-polnische Mit- und Gegeneinander steht, bereits gewidmet. Am vergangenen Mittwoch stellte Loew dem Publikum sein neuestes Buch unter dem Titel  „Danzig. Biographie einer Stadt“ vor, das im Verlag C. H. Beck in diesem Jahr erschienen und 320 Seiten stark ist.

Tomasz Horyd, 1. Vorsitzender der DPG Mainz-Wiesbaden e. V. begrüßte die rund 40 Gäste und sprach den Hessischen Ministerien für Wissenschaft und Kunst sowie der Justiz, für Europa und Integration für die Förderung einen herzlichen Dank aus.

Danzig: Stolze Hansestadt, Zentrum des Ostseehandels, „Freie Stadt“ durch die Friedensverträge von Versailles, Ort des Kriegsausbruchs von 1939 (Der Beschuss der Westerplatte), Schauplatz eines beispiellosen Wiederaufbaus, Stadt der „Blechtrommel“, der Literaten (Paweł Huelle, Stefan Chwin, Martin Opitz, Günter Grass u.a.) und der Solidarność: Danzigs Geschichte zwischen Deutschland und Polen ist spannend und faszinierend zugleich.

Den Gästen wurde es Dank eines spannenden Vortrages nicht langweilig.

Dr. Loew stellte sein Buch mit ausgewählten Zitaten, in einem freien Redebeitrag vor und unternahm einen Parforceritt durch die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Im Anschluss fand eine Diskussion statt, die von Prof. Dr. med. Ulmer geleitet wurde. Der pensionierte Professor für Sportphysiologie, geboren 1939 in Danzig-Langfuhr, lebt seit 40 Jahren in Mainz und engagiert sich in der DPG Mainz-Wiesbaden. Natürlich konnte das Buch Loews auch an einem Buchstand erworben werden. Rund zwei Stunden dauerte die Veranstaltung, in der sich unterhaltsame Anekdoten mit anschaulichen Beispielen des „Missbrauchs der Geschichte“ etwa durch die Nationalsozialisten und Stalinisten abwechselten.

Natürlich gab es auch einen Büchertisch. Dort gingen im Anschluss einige Exemplare von Loews Buch „Danzig. Biographie einer Stadt“ über den „Tresen“.

Schwerpunkt der anschließenden Diskussion bildete das 20. Jahrhundert, in das sich Danzig, so Loew, „als eine der europäischen Symbolstädte“ mehrfach eingeschrieben habe.

... wer wollte, konnte sich sein Buch auch gleich signieren lassen und dabei mit dem Referenten ins Gespräch kommen.

Die von rund 40 Gästen besuchte Lesung wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Ministerium der Justiz für Integration und Europa unterstützt.

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