Neujahrsempfang der DPG Mainz-Wiesbaden e.V.

Am 19. Januar wurde im Sportinstitut der Mainzer Uni gefeiert / Filmvorführung mit Andrzej Klamt und polnische Leckerbissen

Szene aus Andrzej Klamts Film "Dreiländereck"

Am Mittwochabend, 19. Januar 2011, hatte die Deutsch-Polnische-Gesellschaft Mainz / Wiesbaden e.V. zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Ehrengast der Veranstaltung war der preisgekrönte Regisseur Andrzej Klamt. Es war für den in Schlesien geborene Filmemacher nicht seine erste Filmvorführung bei der DPG Mainz-Wiesbaden. Erst im September letzten Jahres war er der Einladung der DPG gefolgt und mit seinem Film „Sterben für Danzig“ im Hörsaal 2 des Sportinstituts zu Gast. Damals moderierte der Filmjournalist Günther Wagner die gut besuchte Veranstaltung. Auch dieses Mal war Wagner mit von der Partie, aber nicht als Moderator, sondern als einer der gut gelaunten Gäste, die gemeinsam mit dem Kulturverein das neue Jahr begrüßen wollten.

Vorstandsmitglied Prof. Hans-Volkhardt Ulmer, der die Veranstaltung organisiert hatte, begrüßte die Gäste um 19 Uhr im Stufensaal des Sportinstituts und sprach einige einleitende Worte zum Film „Theaterlandschaften spezial: Dreiländereck“. Die 45minütige Reportage beschäftigt sich mit der Geschichte und dem Wandel der Theaterlandschaften im Dreiländereck zwischen Nordböhmen (Tschechische Republik), Lausitz (Deutschland) und Schlesien (Polen). Die Region an der Neiße, gelegen im Schatten des Riesengebirges, verfügt über eine wechselvolle Geschichte, die gerade im 20. Jahrhundert von Krieg, Vertreibung und politischen Umbrüchen gekennzeichnet war. Heute verbindet der einstige Grenzfluss die Länder zu einer gemeinsamen Region, der „Europaregion Neiße“. Esther Schweins moderiert im Film die einzelnen Beiträge und entführt die Zuschauer ins Görlitz, Jelenia Góra und Liberec von damals und heute. 2008 waren Andrzej Klamt und Redakteurin Bettina Kasten im Neuen Palais von Potsdam-Sanssoussi für ihre Reportage mit dem Deutsch-Polnischen-Journalistenpreis ausgezeichnet worden. Zum Schreck der DPGler zeigte die Technik sich an diesem Abend allerdings von ihrer tückischen Seite: Immer wieder blieben die DVDs „hängen“ und die ansonsten bewegten Bilder, die über einen Beamer an die Wand geworfen wurden, kamen zum Stillstand. Offensichtlich vertrugen sich der DVD-Player und die runden Scheiben nicht miteinander, denn selbst ein Wechsel der Platten zeigte keinerlei Erfolg. Nach rund 20 Minuten des Filmvortrags blieb nichts anderes übrig, als vor der widerspenstigen Technik zu kapitulieren.

Im benachbarten Saal ging es dann umso eher zum gemütlichen Teil des Abends über: Die polnischen Köstlichkeiten aus dem „sklep“ U Ewy in Mainz (Kaiser-Karl-Ring 13) ließen den Gästen das Wasser im Mund zusammenlaufen: eine große Auswahl an herzhaften Wurstwaren, Gürkchen und Käsespießen mussten nicht lange warten, bis sich an ihnen gütlich getan wurde. Neben einigen alkoholfreien Getränken wurde natürlich auch mit polnischen Bieren angestoßen. Und jene Gäste, die nicht mit dem Auto angereist waren, konnten sich natürlich auch am „wściekły pies“ (tollwütiger Hund) versuchen.

Hierbei wird Wodka mit rotem Sirup übergossen, so dass im Glas die Farben der polnischen Flagge zu sehen sind, da der dicke Sirup auf den Boden des Glases absinkt und für einen sanfte und süße Note beim Trinken sorgt.

Beim gemütlichen Beisammensein kam man rasch miteinander ins Gespräch und die DPG konnte sich neben alten Freunden auch über ganz neue Gesichter freuen, die als jüngste Mitglieder natürlich herzlich aufgenommen wurden. Und eine gute Nachricht konnte Andrzej Klamt ebenfalls zu guter Letzt vermelden: Für alle, die sich nicht mit dem abrupten Ende der Filmvorführung abfinden wollten, hatte der Filmemacher eine DVD mit seiner Reportage im Gepäck.
Neue Gesichter sind bei der DPG Mainz / Wiesbaden stets willkommen.

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