„Sterben für Danzig“

Andrzej Klamt und Günther Wagner wohnten Filmvorführung bei / Veranstaltung zog viele Interessenten an

Zahlreiche Gäste wollten sich die Filmvorführung nicht entgehen lassen.

Am 30. September 2010 fand eine gute besuchte Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden e.V. statt. Rund 30 Interessierte fanden den Weg in den Hörsaal 2 des Instituts für Sportwissenschaft auf dem Mainzer Campus, wo um 19:30 Uhr der 1. Vorsitzende Tomasz Horyd die Gäste im Hörsaal und den Filmjournalisten Günther Wagner begrüßen durfte, der die Filmvorführung moderierte und vorab einige wichtige historische Eckdaten der Danziger Geschichte des 20. Jahrhunderts für das Publikum referierte. Der 45minütige Film Klamts ist ein Meisterwerk, in dem der preisgekrönte Regisseur verschiedene Zeitzeugen deutscher, kaschubischer und polnischer Herkunft zu Wort kommen lässt. Neben schönen wie aufwühlenden Bildern steht die erlebte Geschichte in Form von Erinnerungen beeindruckender Persönlichkeiten im Vordergrund.Unter anderem sprechen Lech Wałęsa, Stefan Chwin, Paweł Huelle, Günter Grass und weitere Zeitzeugen über die dramatischen Umwälzungen der letzten Jahrzehnte in ihrer Heimatstadt. Neben den beiden Weltkriegen spielt hier natürlich der Streik auf der Leninwerft eine herausragende Rolle.

Im Anschluss an die Filmpräsentation anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung der Solidarność fand eine rege Diskussion statt, bei der Andrzej Klamt viele Fragen aus dem Podium über die Machart seines Films beantwortete und auch ein wenig aus Nähkästchen plauderte, was die Entstehung des Films und die Gespräche mit den mitunter sehr prominenten Zeitzeugen und die Intention seines Werkes betraf.

Im Vorfeld fand, sozusagen als thematisches Warm-up, eine dialogisch inszenierte Lesung aus Donald Tusks Rede anlässlich der Verleihung des Karlspreises durch die angehenden Theaterwissenschaftler Erik Eisenhauer und Nils Naggatz statt.

Der polnische Premier Tusk, selbst gebürtige Danziger, beschreibt in seiner Rede seine Kindheitserinnerungen an seine Heimatstadt und die brodelnde Atmosphäre während des Streiks 1970 und der Solidarność-Bewegung. Die Rede ist im aktuellen Dialog nachzulesen. Die DPG Mainz-Wiesbaden e.V. dankt für die Unterstützung durch das Institut für Sportwissenschaft.



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